10 | 12 | 2018
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Fechter, Paul (1880-1958)

Paul Fechter, geboren 1880 in Elbing, gestorben 1958 in Berlin, studierte zunächst in Dresden und Berlin Architektur, entschied sich aber dann für ein Studium der Naturwissenschaften, Philosophie und Mathematik. Mit der Arbeit "Die Grundlagen der Realdialektik" wurde er 1905/06 in Erlangen zum Dr. phil. promoviert. Nach seiner Promotion wandte er sich dem Journalismus zu und wurde kulturpolitischer Redakteur der "Dresdener Neuesten Nachrichten". Zwischen 1911 und 1915 arbeitete er in der Feuilletonredaktion der "Vossischen Zeitung" und war während des Ersten Weltkriegs zeitweilig für die Wilnaer Zeitung tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er 1918 Chef des Feuilletons der "Deutschen Allgemeinen Zeitung" (DAZ). 1933 verließ er das Blatt und gründete gemeinsam mit Fritz Klein und Peter Bamm die Wochenzeitschrift "Die Zukunft", die er bis zu ihrer Umgestaltung zum nationalsozialistischen Blatt "Das Reich" 1940 mit herausgab. Daneben war er zudem von 1933 bis 1942 Mitherausgeber der "Deutschen Rundschau". 1937 wurde er Feuilletonchef des inzwischen gleichgeschalteten "Berliner Tageblatts", das 1939 mit der DAZ fusioniert wurde, für die er bis 1945 tätig war.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlichte Fechter zahlreiche kunst- und literaturhistorische Werke. Bekannt wurde er insbesondere mit einer Monographie über den Expressionismus (1914), aber auch mit seinen populärwissenschaftlichen Literaturgeschichten "Dichtung der Deutschen" (1932) und "Geschichte der deutschen Literatur" (1941 und 1952). Neben Monographien über Frank Wedekind (1920), Max Pechstein (1921), Ernst Barlach (1933) u.a., veröffentlichte er 1922 eine Monographie über Gerhart Hauptmann.Ab den 1920er Jahren trat Fechter auch als Schriftsteller hervor. Seine Romane thematisieren teils das Berlin seiner Zeit, teils seine ostpreussische Heimat, etwa in "Das wartende Land" (1931) oder auch in seiner Komödie "Der Zauberer Gottes" (1940).

Im Ersten Weltkrieg veröffentlichte er 1916 unter dem Pseudonym Paul Monty den Soldatenreiseführer „Wanderstunden in Wilna“.

Literaturhinweise:

Literaturport: Paul Fechter, http://www.literaturport.de/index.php?id=26&user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_aid%5D=2739&user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_opt%5D=1&cHash=6ccb11e7e0407105c22d67100161085d

Ostdeutsche Biographie: Paul Fechter, http://www.ostdeutsche-biographie.de/fechpa80.htm

Verfasst von: Antje Johanning

[Freigegeben zur Übersetzung!]